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Ästhetische Schriften
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Ästhetische Schriften
von: Moses Mendelssohn, Anne Pollok
Felix Meiner Verlag, 2011
ISBN: 9783787320820
352 Seiten, Download: 1640 KB
 
Format:  PDF
geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop

Typ: A (einfacher Zugriff)

 

 
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Kurzinformation

Die hier zusammengestellten Schriften umfassen die grundlegenden Texte zu Mendelssohns Ästhetik. Neben den Hauptschriften, die zuerst anonym, später in überarbeiteter Fassung in den Philosophischen Schriften erschienen, wurden einzelne kürzere Texte - Rezensionen, Vorarbeiten, Notizen - ausgewählt, um einen Einblick in die Entwicklung von Mendelssohns Ansichten zu geben. Die Änderungen in der theoretischen Konzeption der vermischten Empfindungen, des Vergnügens, der Illusion oder des Erhabenen lassen sich als paradigmatisch für den Wandel von der Produktions- zur Rezeptionsästhetik auffassen.

Moses Mendelssohn wird 1728 in Dessau als Sohn eines armen Toraschreibers geboren. Im Alter von 15 Jahren folgt er seinem Lehrer Fränkel nach Berlin und widmet sich neben Talmud-Studien zugleich der Aneignung der modernen europäischen Kultur durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Philosophie, den Naturwissenschaften und Sprachen. Seinen Lebensunterhalt verdient Mendelssohn zunächst als Hauslehrer und Buchhalter, sowie als Seidenwarenfabrikant. Erst 1763 erhält er das Privileg eines außerordentlichen Schutzjuden. Seine Freundschaft zu Lessing, Nicolai oder Gleim zeugt von der für kurze Zeit im 18. Jahrhundert aufscheinenden Möglichkeit der religiösen Toleranz, der Lessing im Nathan ein Denkmal setzt. Die Beschäftigung mit den Problemen der Ästhetik bleibt zeitlebens für Mendelssohn Gegenstand der philosophisch-psychologischen Untersuchung. 1767 erscheint der Phädon, der als Beispiel einer rationalen Psychologie den Beweis für die Unsterblichkeit der Seele antritt. Das Buch wird ein großer Erfolg, mit dem auch Kant sich kritisch auseinandersetzt. 1771 wird Mendelssohn von der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften zum Mitglied gewählt, von Friedrich II. jedoch nicht als solches bestätigt. Die Verteidigung der Gewissensfreiheit und die Zuweisung der Rechte und Pflichten zwischen Kirche und Staat ist Thema der Schrift Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum. Mendelssohn vertritt hier die umstrittene These, daß eine Glaubenseinheit Vernunft und Gewissensfreiheit gefährden würde, da Endzweck der Vorsehung ein Pluralismus sei. Mendelssohn stirbt 5 Jahre nach Lessing im Jahre 1786.



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